Original Rezept
Ein gute fülle
Wiltu machen ein spise, besnide biern schone vnd spalt in viere vnd lege sie in einen hafen vnd bedecke den hafen vnd becleibe ez mit teyge, daz der bradem iht vz muege. Denne bestuertze den hafen mit einer witen stuertzen vnd lege dar vemme glueende koln vnd laz ez langsam backen. so nim denne die birn her vz vnd tuo reines honiges dor zvo also vil als der birn ist vnd suede ez mit ein ander, daz ez dicke werde, vnd gibz hin. Conf. Also mahtu auch von epfeln vnd von kueten, aber man sol pfeffers genuoc dar zvo tuon.
Übersetzung
Willst du eine Speise machen, schneide schöne Birnen in Viertelspalten und lege sie in einen Topf. Bedecke den Topf mit Teig, aber so dass der Dampf nicht entweichen kann. Dann bedecke den Topf mit einem weiten Deckel und lege darauf glühende Kohlen und lass dies langsam backen. Dann nimm die Birnen heraus und gib reinen Honig dazu, in der gleichen Menge wie die Birnen. Siede dies miteinander bis es dick wird und serviere. Auch geht dies mit Äpfeln oder Quitten aber man soll dann Pfeffer dazu tun.
Nachkochen und Erfahrungsbericht
Dies ist die zweite Version dieses Rezeptes (die erste ist hier zu finden: https://vonguterspeise.de/de/2025/10/31/12-ein-gute-fuelle-birnenhonig/) und wurde dieses Mal anstatt mit Birnen, mit Quitten und Pfeffer gemacht, so wie es am Ende der Originalquelle vorgeschlagen wurde.
Die Quitten wurden hier erst eine knappe Stunde bei 180°C und eine weitere bei 150°C gebacken (wieder in einem Topf und dicht mit Alufolie verschlossen) damit sie nicht so sehr karamellisieren wie die Birnen im ersten Versuch. Das Ergebnis war aber auch bei diesen Temperaturen eine deutliche Bräunung am Topfboden, der eine sehr leichte Karamellnote in den Kompott brachte.
Aber nun zum Wichtigsten: Das Ergebnis war noch besser als die Version mit Birnen. Quitten bringen von Natur aus einen leichten Honigcharakter mit und mit dieser Garmethode blieb er auch besonders gut erhalten. Und zusammen mit dem Honig ergibt dies eine besonders feine „Quittenmarmelade“. Aber dann kommt natürlich noch der Pfeffer dazu. Hier habe ich nach ein paar Versuchen mit kleinen Mengen festgestellt, dass auf 600 g Endprodukt, ein (gestrichener) Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer für mich am besten passt. Das gibt eine feine Pfeffernote, die nicht zu dominant ist, aber dem Ganzen das „gewisse Etwas“ verleiht. Definitiv zu empfehlen!

Zutaten
Method
- Ofen auf 180°C vorheizen.
- Quitten schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in einen Topf geben. Mit einem gut schließenden Deckel abdecken. (Alternativ: Gut mit Alufolie verschließen.) Für 1 Stunde backen. Dann Ofen auf 150°C herunterstellen und eine weitere Stunde backen.
- Den Topf aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Deckel entfernen und die Quitten zerstampfen. Abwiegen und Honig in gleicher Menge hinzugeben. Den Pfeffer dazugeben. Das ganze unter rühren aufkochen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.
- Zur Lagerung heiß in Gläser füllen oder sofort servieren.


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