Original Rezept
Nim frische mandel kern vnd weiche die vnd hirse gruetze vnd gesotene eyer vnd ein wenic schoenes brotes vnd krut, diz mal zvo sammene, so du dickes muegest, vnd guez ez in ein pfannen vnd laz ez sieden, untz daz ez dicke werde, vnd mach ez gel mit saffran vnd feizt mit butern vnd laz ez denne kueln vnd snide es zvo murseln vnd steck ez an einen spiz vnd laz ez braten vnd beslahe ez denne mit eyern vnd mit guotem krute vnd gibs hin fuer gebraten milich.
Übersetzung
Nimm frische Mandelkerne und weiche sie ein. Nimm Hirsegrütze, gekochte Eier, ein wenig feines Brot und Kräuter. Dies alles zermahle zusammen, so dick du magst. Gieß es in ein Pfanne und lass es sieden bis es dick wird. Mach es mit Safran gelb und fett mit Butter. Dann lass es abkühlen. Schneide es in Stücke und stecke sie auf einen Spieß. Wende sie in Eiern und gutem Kräutern und brate sie. Serviere es als gebratene Milch.
Nachkochen und Erfahrungbericht
Dies war ein ungewöhnliches Rezept. Auf den ersten Blick hatte es einige Gemeinsamkeiten mit dem gebratenen Erbsenomelett. Aber beim Nachkochen kam dann doch einiges anders. Ein wesentlicher Unterschied war die Verwendung von gekochten Eiern, anstatt rohen Eiern in der Masse. Daher stockte dieses Gericht nur durch die Stärke in der Hirse. Dies hat zwar am Ende gut funktioniert aber das Ergebnis hatte nichts mit einem Omelett gemeinsam.
Der dominante Geschmack war definitiv der Safran und die Konsistenz war fluffig/körnig. Daher ist mir auch bei diesem Gericht nicht ganz klar, ob es nun eher süß oder herzhaft war. Weder Salz noch Zucker/Honig sind im Rezept genannt, Ich habe mich für eine herzhafte Variante entschieden, da mir dies durch die Verwendung von (leider nicht definierten) „Kräutern“ wahrscheinlicher erschien.


Ein schönes Rezept war es trotzdem. Wohl auch weil es zu den ungewöhnlicheren Rezepten zählte, und Spaß gemacht hat beim Nachkochen. Dies hat allerdings viel Zeit in Anspruch genommen. Das Einweichen der Mandeln war einfach, sollte aber am Abend vorher gemacht werden. Dann wird die Masse hergestellt, was dank moderner Maschinerie sehr einfach ist. Aber dann das stocken lassen braucht Zeit (ca. 30 Minuten) bei niedriger Hitze. Dann erst abkühlen lassen und dann endlich das letzte Braten. Anders als beim Erbsenomelett habe ich das letzte Braten aber dieses Mal in der Pfanne gemacht. Daher ist der benutzte Spieß eher dekorativ.

Fazit: Dies war eins der ungewöhnlicheren Rezepte aus dem Buch von Guter Speise, das sich aber lohnt mal nachzukochen. Man sollte aber Safran mögen. Ich werde aber in Zukunft mal eine süße Variante davon ausprobieren.

Zutaten
Method
- Die Mandeln am Abend zuvor in kaltem Wasser einweichen.
- Die Hirse im Mörser (oder Mixer) grob zermahlen.
- Die Mandeln, Brot, Hirse, gekochten Eier, Salz, Safran, Pfeffer, Salz und Wasser mit dem Stabmixer/Mixer pürieren.
- In einer beschichteten Pfanne (mit Deckel) 2 Teelöffel Butter schmelzen. Die Masse hineinschütten. Die Hitze auf niedrig reduzieren (Stufe 3 von 10 bei meinem Induktionsherd). Mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten stocken lassen. Die Pfanne abkühlen lassen.
- Die gestockte Masse in Stücke schneiden und optional auf einen Spieß stecken. Ein Ei mit Pfeffer, einer Prise Salz und optional Petersilie verschlagen und die Stücke darin wenden. Den verbleibenden Teelöffel Butter in einer Pfanne schmelzen und die Stücke goldbraun braten.


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